Anspruchsvolle Gemeinschaftsaktion
Der Juli ist alljährlich der gemeinsame Übungsmonat aller Feuerwehren im Bereich von Kreisbrandmeister Thomas Märcz. Dabei treffen sich nicht nur die aktiven Kameraden zum Aufbau einer Wasserförderung über eine längere Strecke, sondern auch die jeweiligen Jugendfeuerwehren zu einer Gemeinschaftsübung.
Das Besondere an diesem Treffen ist, dass hier alle Jugendwarte gemeinsam ein anspruchsvolles Übungsszenario erarbeiten. So rief in diesem Jahr der 1. Kommandant Christoph Muhr alle Feuerwehren ab und ließ sie in den Bereitstellungsraum im Patersdorfer Ortsteil Wildtier fahren, in dem erst seit kurzem wieder der Steinbruch durch die Firma Bist reaktiviert worden ist.
In diesem Jahr gab es für den Feuerwehr-Nachwuchs drei verschiedene Übungsszenarien auf dem weitläufigen Gelände. So wurde an der ersten Station Steinbruchweiher Löschwasser entnommen, das zunächst für den späteren Weitertransport in einem Faltbehälter gesammelt wurde. Dieser Faltbehälter wurde aus Steckleitern und einer Folie zusammengebaut. Im Anschluss konnten die Jugendlichen den Waldbrandsatz der FFW Patersdorf erproben.
Bergung einer verunglückten Person
In der nächsten Station musste eine verunglückte Person auf dem schnellsten und sichersten Weg von einem Sandberg aus einer Höhe von zirka zehn Metern herab transportiert werden. Das verlangte allen Beteiligten einiges ab, da der Sand immer wieder unter den Stiefeln davon rieselte. Zur Bergung entschied man sich für ein Spineboard, das mittels Knoten und Stichen gesichert werden musste. Um während des Transports ein Einsinken im Sand zu verhindern, baute man mittels Schiebeleitern ein Schienensystem, an dem das Board mit der verunglückten Person in Gestalt einer Puppe gesichert nach unten transportiert werden konnte.
Bei der letzten Station galt es, die hydraulischen Rettungsgeräte zu erproben und den Umgang mit den Gerätschaften zu erlernen. Beobachtet wurden die Jugendlichen dabei von Kreisjugendwart Martin Sterl und Kreisbrandmeister Thomas Märcz. Ein kurzweiliger Nachmittag mit anspruchsvollen Aufgaben, der zum Abschluss im Gerätehaus der Patersdorfer Kameraden endete.
Sieben Jugendgruppen waren beteiligt
Dort dankten Martin Sterl, Thomas Märcz und der 1. Kommandant der FFW Patersdorf, Christoph Muhr, den Jugendlichen für ihre geopferte Freizeit an diesem sommerlichen Tag. Ein herzliches Dankeschön galt aber auch Michael Stiedl, dem Geschäftsführer der Firma Bist, der das Übungsgelände zur Verfügung gestellt hatte.
Bevor es für alle Jugendlichen wieder zurück in die Gerätehäuser ging, schloss man den Tag mit einer Brotzeit ab. Somit konnten die Feuerwehranwärter neue Bekanntschaften knüpfen und sich noch besser gegenseitig kennen lernen. An der Übung waren die Jugendgruppen der Feuerwehren Achslach, Gotteszell, Lämmersdorf, Patersdorf, Ruhmannsfelden, Triefenried und Zachenberg beteiligt. Text: pnp-vbb; Fotos Thomas Maercz.