Ruhiges Vereinsjahr mit Lichtblicken

24. Februar 2021
Jahresbericht der Feuerwehr Patersdorf

Arbeit der Kinderfeuerwehr trägt Früchte

Patersdorf. Als die Feuerwehr Patersdorf im März 2020 ihre Generalversammlung abgehalten hat, hat wahrscheinlich noch niemand die Auswirkungen erahnen können, die das Corona-Virus haben würde. In den darauf folgenden Wochen und Monaten standen die neu gewählte Vorstandschaft um den Vorsitzenden Dominik Biermeier und Kommandant Markus Weiß des Öfteren vor neuen Herausforderungen aufgrund der Be- und Einschränkungen im Zuge der Pandemie.
Ausschusssitzungen konnten wegen der Kontaktbeschränkungen nicht mehr im gewohnten Umfeld, sondern nur mehr digital abgehalten werden. Geburtstage verdienter Mitglieder konnten nicht mehr gefeiert werden. Und auch anderweitige Feiern und Zusammenkünfte entfielen. Daher war das abgelaufene Vereinsjahr wie bei allen anderen Vereinen ein sehr ruhiges Jahr. Trotz der widrigen Umstände gelang es den Verantwortlichen aber, fünf neue Mitglieder in den Verein aufzunehmen. Leider mussten mit Adolf Muhr sen. und Manfred Schenk aber auch zwei Vereinsmitglieder von ihren Kameraden zu Grabe getragen werden.

Von der Kinderfeuerwehr in die Jugendgruppe

Die Vorstandschaft zeigt sich zudem erfreut, dass die Arbeit der Kinderfeuerwehr ums Betreuerteam von Erwin Haslböck Früchte trägt. Sophia Haslböck und Matthias Raith, zwei Mitglieder der Kinderfeuerwehr der ersten Stunde, haben sich entschlossen, ihren Weg bei der Jugendfeuerwehr fortzusetzen. Gerade nach dem vergangenen Jahr sollte dies ein kleiner Lichtblick sein, denn dem Betreuerteam war es quasi das ganze Jahr 2020 nicht erlaubt, Treffen mit den Kindern abzuhalten.

Für Verwirrung sorgte nicht nur bei Erwin Haslböck und Markus Weiß, dass bei verschiedenen Vereinen unterschiedliche Regelungen galten. Während anderweitig ein normaler Betrieb in der Nachwuchsarbeit lief, durften im Feuerwehrwesen keine Zusammenkunft abgehalten werden. Die Vorgaben des Landesfeuerwehrverbandes stießen oft auf Unverständnis bei den Eltern. „Ob diese Vorgabe des Verbandes der richtige Weg ist, ganz auf die Nachwuchsgewinnung zu verzichten, wird sich erst in ein paar Jahren zeigen“, erklären Haslböck und Weiß. Man hoffe, dass 2021 mit der steigenden Zahl an Impfungen auch wieder Treffen der Kinderfeuerwehr möglich sein werden. Da auch der Übungsbetrieb der Jugendfeuerwehr auf nahezu Null zurückgefahren werden musste, hofft Kommandant Markus Weiß, dass die Kinder und Jugendlichen trotzdem mit verschiedenen Aktionen gehalten werden können, um so in der Zukunft eine aktive Mannschaft sicherzustellen.

In seinem dem VBB übermittelten Bericht über das abgelaufene Jahr blickt Weiß auf den Beginn des Jahres 2020 zurück, das wie immer mit theoretischem Unterricht und einem Erste Hilfe Kurs startete. Nach der Generalversammlung mit Neuwahlen sah sich Weiß zum ersten Mal gezwungen, eine Dienstanweisung zu erlassen, mit der er den kompletten Übungsbetrieb einstellte. Erst im Juni konnten nach gesetzliche Lockerungen wieder Übungen in Gruppenstärke abgehalten werden, welche jedoch ab Oktober wegen der steigenden Zahl an Corona-Infektionen nicht mehr erlaubt waren. Dank der mittlerweile etablierten Montagstreffs war es möglich, während des Sommers Pflege-Arbeiten an der vorhandenen Ausrüstung durchzuführen.

75 Prozent weniger Einsätze als 2019

Auch in der Anzahl der Einsätze spiegelt sich der Lockdown wider. Im Jahr 2020 wurden die Kameraden zu insgesamt zehn Einsätzen alarmiert. Ein Brandeinsatz und neun technische Hilfeleistungen, darunter vier Verkehrsunfälle, waren zu meistern. Den Rückgang der Zahl der Einsätze um 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erklärt sich der Kommandant vor allem mit dem Lockdown und den dadurch verbundenen Einschränkungen für jeden Einzelnen. Dass diese verrückte Zeit bei allen Beteiligten eine Flexibilität in Hinblick auf Neuerungen einfordere, zeige die Möglichkeit, die Ausbildung teilweise digital anzubieten, berichtet der Kommandant. Weiß verweist darauf, dass hierzu ein Pilotprojekt im KBM-Bereich laufe. Die theoretische Ausbildung erfolge in diesen Zeiten online. Von der Gemeinde Patersdorf wurden daher zusätzliche Zugänge beantragt. Diese sollen in den kommenden Monaten von den interessierten Aktiven getestet werden, um zumindest im theoretischen Teil fit zu bleiben.

Zudem stellen die Kommandanten in regelmäßigen Abständen Videos online, um die Gerätekunde am Fahrzeug oder die Bedienung von Geräten vorzuführen. Ein weiterer Lichtblick ist die Bestellung des neuen Löschgruppenfahrzeuges LF20 bei der Firma Schlingmann. Die Abstimmungen für das Fahrzeug mit Mercedes-Fahrgestell wurden im Kreise der Löschmeister durchgeführt, so dass man hofft, in den kommenden Monaten die erste Ausbaubesprechung mit dem Aufbauer durchführen zu können. Der ausführliche Bericht des Kommandanten, der mit einem umfangreichen Danke schließt, ist für alle Interessenten auf der neu gestalteten Internetseite der Feuerwehr Patersdorf unter www.feuerwehr-patersdorf.de zu finden.

EHRUNGEN 2021

Hätte die Jahreshauptversammlung planmäßig durchgeführt werden können, wären auch einige Ehrungen angestanden. Für 20 Jahre aktive Dienstzeit werden heuer Josef Leidl und Robert Zitzelsberger ausgezeichnet. Seit 30 Jahren aktiv Dienst leisten Karola Bielmeier und Peter Bielmeier. Das Bayerisches Ehrenzeichen für 25 Jahre aktive Dienstzeit erhalten Martin Kauschinger, Michael Leidl, Reinhard Marchl und Alois Seidl jun. -vbb-.