Wohnhausbrand

Unbewohntes Haus brennt völlig aus

Großalarm am frühen Donnerstagmorgen in Ruhmannsfelden – Feuerwehr hat Drohne im Einsatz

Von Isolde Deiser

Ruhmannsfelden. Am Donnerstag ist die Freiwillige Feuerwehr um 4.25 Uhr morgens zu einem Wohnhausbrand im Lerchenweg gerufen worden. Kommandant Rudi Edenhofer war als Erster am Brandort, weil er in unmittelbarer Nähe wohnt. Das Erdgeschoss stand im Vollbrand. Aus dem Dach loderten bereits helle Flammen und eine große Rauchsäule stieg zum Himmel.
Die Ruhmannsfeldener Feuerwehr rückte mit 30 Leuten, darunter auch die Atemschutzträger, und fünf Fahrzeugen zum Brandort aus. Der Lerchenweg musste sofort gesperrt werden. Trotz des raschen Eingreifens brannte das leer stehende Wohnhaus völlig aus, aber ein Übergriff des Brandes auf die angrenzenden Häuser konnte durch den schnellen und koordinierten Einsatz mehrerer Feuerwehren verhindert werden. Aufgrund der Gefährdungslage für die umliegenden Gebäude hatte Kommandant Edenhofer, der die Einsatzleitung hatte, eine Nachalarmierung von B3 auf B4 veranlasst.
Es waren schließlich insgesamt elf Feuerwehren im Einsatz, davon wurde ein Teil im Bereitschaftsraum vor dem Feuerwehrhaus zum sofortigen Einsatz positioniert. Da das Löschwasser aus zwei Hydranten bei Weitem nicht ausreichte, verlegten die Feuerwehrleute zwei rund 400 Meter lange Leitungen vom Ruhmannsbach her, um genügend Löschwasser zur Verfügung zu haben.
Erstmals kam bei diesem Brand auch die Drohne der FFW Ruhmannsfelden zum Einsatz, die dem Einsatzleiter wertvolle Fotos lieferte, um die notwendigen Entscheidungen für das Vorgehen zur Brandbekämpfung zu geben.
Noch am Vormittag konnte man im Erdgeschoss Rauchnester sehen. Auch während die Feuerwehrleute den Kamin und das Dach sicherten, entwich immer noch Rauch aus dem Dach. Für die Brandbekämpfung über das Dach und dessen Absicherung zur Straße hin war die Drehleiter der Regener Feuerwehr notwendig und deshalb zum Brandort gerufen worden.
Kreisbrandmeister Thomas Märcz und Kreisbrandrat Hermann Keilhofer waren ebenfalls an der Brandstelle. Ebenso Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofes, die auf das Eis des schnell frierenden Löschwassers Salz streuten, um ein Ausrutschen auf dem Glatteis zu verhindern. Vor Ort waren auch das BRK, die Polizei und das Bayernwerk, denn etwa vier angrenzende Anwesen waren durch den Brand ohne Strom.
Wegen der Brandursache ermittelt die Kriminalpolizei. Das Präsidium Niederbayern bittet Zeugen, die in den frühen Morgenstunden verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich des Lerchenweges gesehen haben, sich bei der Kripo Deggendorf unter ✆0991/3896-0 zu melden. Hinweise auf vorsätzliches oder fahrlässiges Handeln lägen aber „zum aktuellen Stand der Ermittlungen nicht vor, die Kriminalpolizei ermittelt in alle Richtungen“, teilen die Brandfahnder mit. Das Gebäude sei durch den Brand stark in Mitleidenschaft gezogen worden, nach ersten Schätzungen dürfte der Schaden über 100000 Euro liegen.

Fotos: FF Patersdorf, Deiser, KBM 3/2

 

Nachtragsmeldung:

Computeranlage löst Brand aus

 02.03.2021 | Stand 01.03.2021, 19:00 Uhr

Mit Atemschutzgeräten bekämpften die Einsatzkräfte die Flammen, die in dem leerstehenden Haus. −Foto: Deiser

Ruhmannsfelden. Bei dem Brand in Ruhmannsfelden am Donnerstagmorgen, bei dem ein leerstehendes Haus völlig ausgebrannt war und zu dessen Bekämpfung insgesamt elf Feuerwehren im Einsatz waren, wird der Schaden auf mehr als 100000 Euro geschätzt. Wegen der Brandursache ermittelt die Kriminalpolizei Deggendorf. Am Montag hat das Polizeipräsidium Niederbayern Details bekanntgegeben. "Vorsätzliches Handeln konnte als Brandursache ausgeschlossen werden", heißt es in einer Pressemitteilung. Nach bisherigem Stand der Ermittlungen gehen die Brandfahnder der Kripo Deggendorf davon aus, dass die Überhitzung einer im Gebäude betriebenen Computeranlage zu dem Brandausbruch führte.− vbb


Einsatzart Brand
Alarmierung Brand/B4 Wohnhaus
Einsatzstart 25. Februar 2021 04:31
Einsatzdauer 2,5 Std.
Fahrzeuge Versorgungsfahrzeug
Löschgruppenfahrzeug
Alarmierte Einheiten FF Patersdorf (nachalarmiert)